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29.2.2. Präsentation

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kurz

Ein Elevator Pitch soll in etwa 30 bis 90 Sekunden verständlich sein. Ziel ist nicht, die ganze Story zu erzählen, sondern Neugier zu wecken. Je kürzer der Pitch, desto wichtiger ist eine klare Auswahl.

Konzentriere dich auf drei Elemente: Wer ist die Figur, was ist das Problem oder Ziel, und was macht die Geschichte besonders. Alles, was diesen Kern nicht stärkt, ist Ballast und kann wegfallen.

Hilfreich ist eine maximale Länge von ein bis zwei gesprochenen Absätzen. Sprich den Pitch laut und stoppe die Zeit. Wenn du ständig nach Luft schnappen musst oder Sätze abbrichst, ist er zu lang und zu kompliziert formuliert.

Regel: Ein Elevator Pitch soll neugierig machen, nicht alles erklären.

Um zu kürzen, streiche vor allem Nebenhandlungen, genaue Zeitangaben, detaillierte Welterklärungen und Erklärungen von Themen. Lass die Zuhörer Fragen haben, denn genau diese Fragen eröffnen das Gespräch nach dem Pitch.

klar

Klarheit bedeutet, dass jemand außerhalb deines Kopfes den Pitch beim ersten Hören versteht. Verwende einfache, konkrete Worte, vermeide Fachbegriffe und komplizierte Satzschachteln.

Zentrale Informationen sollten sofort zuordenbar sein. Nenne zuerst Figur und Situation, dann das Ziel, dann den Konflikt. So kann das Gegenüber gedanklich mitkommen, ohne sich zu verlieren. Abstrakte Formulierungen wie „sie muss sich ihren Dämonen stellen“ funktionieren nur, wenn davor klar ist, was das konkret bedeutet.

Achte auf eindeutige Rollen. Wenn du „eine junge Polizistin“ erwähnst, ist klar, wer sie ist und warum sie in einer Kriminalhandlung glaubwürdig agiert. Wenn du „jemanden“ sagst, bleibt alles vage und ungreifbar. Vage Phrasen klingen zwar manchmal „groß“, erzeugen aber kein klares Bild.

Teste die Klarheit, indem du deinen Pitch einer Person erzählst, die dein Projekt nicht kennt, und sie danach bittest, ihn in einem Satz zu wiederholen. Wenn der Kern dabei verschwimmt, ist dein Pitch noch zu unpräzise formuliert oder zu überfrachtet.

Regel: Wenn der Zuhörer nachfragen muss, wer was warum tut, ist der Pitch nicht klar genug.

lebendig

Ein Elevator Pitch wirkt dann lebendig, wenn beim Zuhören innere Bilder entstehen und eine emotionale Reaktion möglich wird. Technische Inhaltsangaben erzeugen selten Begeisterung, konkrete Situationen und starke Verben dagegen schon.

Sprich, als würdest du eine kurze Mini-Geschichte erzählen. Nutze aktive Formulierungen wie „muss fliehen“, „gerät unter Druck“, „riskiert alles“, statt passiver Konstruktionen wie „es wird deutlich, dass“. Ein lebendiger Pitch hat Rhythmus, kleine Spannungsbögen und einen klaren „Haken“, an den sich das Gegenüber erinnern kann.

Hilfreich sind ein bis zwei prägnante, visuelle oder emotionale Bilder. Zum Beispiel: „Ein einsamer Busfahrer in einer verlassenen Kleinstadt findet jeden Morgen an derselben Haltestelle einen anonymen Liebesbrief.“ Solche Bilder sind leichter zu merken als abstrakte Beschreibungen von „Einsamkeit und Sehnsucht“.

Deine Stimme und dein Tempo tragen ebenfalls zur Lebendigkeit bei. Sprich nicht zu schnell, betone Schlüsselwörter, baue kurze Pausen ein, besonders vor dem zentralen Konflikt oder der überraschenden Wendung. Zu viel Schauspiel ist nicht nötig, aber ein monotones Herunterleiern wirkt, als würdest du selbst nicht an deine Geschichte glauben.

Achte darauf, dass die Emotion, die du wecken willst, im Pitch selbst schon spürbar ist. Wenn du eine Komödie pitchst, darf ein kleiner humorvoller Moment in der Formulierung mitschwingen. Wenn du einen Thriller pitchst, können Druck und Gefahr in Wortwahl und Ton hörbar werden.

Regel: Ein lebendiger Pitch erzählt keine Daten, sondern erzeugt Bilder und Gefühle.

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