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29.4.1. Grundinformationen

Table of Contents

Titel

Der Titel ist oft der erste Kontaktpunkt mit deiner Geschichte. Er muss kurz, merkfähig und tonal passend sein, ohne den ganzen Plot zu erklären. Idealerweise löst er ein Bild, eine Frage oder ein Gefühl aus. In einem Pitch Deck steht der Titel ganz vorne, zentriert und klar lesbar, häufig gemeinsam mit deinem Namen als Autor oder Autorin.

Unterscheide zwischen Arbeitstitel und möglichem Vermarktungstitel. Du kannst im Pitch Deck einen starken Arbeitstitel präsentieren, auch wenn er später noch verändert wird. Wichtig ist, dass er zum Genre passt und keine falschen Erwartungen weckt. Eine düstere Charakterstudie mit einem komödienhaften Wortspiel im Titel erzeugt zum Beispiel einen irreführenden Eindruck.

Im Kontext des Pitch Decks sollte der Titel auf der ersten Seite allein wirken dürfen. Auf weiteren Seiten genügt er in kleiner Form, etwa im Kopf- oder Fußbereich, um das Projekt wiederzuerkennen. Vermeide Untertitel mit zu vielen Informationen. Wenn du einen Untertitel verwendest, sollte er höchstens eine zusätzliche Ebene andeuten, nicht die Story nacherzählen.

Titel-Regel: Ein guter Titel ist kurz, merkfähig, tonal passend und weckt eine Frage oder ein Bild, ohne den Plot zu erklären.

Logline

Die Logline ist die komprimierteste Form deiner Geschichte. Im Pitch Deck folgt sie meist direkt auf Titel und ggf. ein prägnantes Bild. Sie beantwortet, wer im Zentrum steht, was diese Figur will, welches Hindernis oder welcher Gegenspieler sie blockiert und was auf dem Spiel steht. Du hast in der Regel nur ein bis zwei Sätze, die sofort verständlich sein müssen.

Im Pitch Deck hat die Logline vor allem eine Filterfunktion. Entscheider prüfen sehr schnell, ob Kernidee und Konflikt klar genug und erzählbar wirken. Schreibe daher nicht literarisch, sondern funktional. Namen sind nur nötig, wenn sie etwas über die Figur vermitteln. Häufig reicht „eine alleinerziehende Polizistin“ oder „ein desillusionierter Musiklehrer“.

Passe die Formulierung an die Tonalität deines Projekts an, bleibe aber konkret. Vage Begriffe wie „muss sich ihren Dämonen stellen“ sind nur hilfreich, wenn aus dem Kontext klar ist, was konkret passiert. Im Pitch Deck steht die Logline idealerweise gut sichtbar und typografisch hervorgehoben, damit sie schnell erfasst werden kann.

Logline-Regel: Eine Logline benennt Protagonist, auslösendes Ereignis, Ziel, zentralen Konflikt und Stakes in maximal ein bis zwei klaren Sätzen.

Genre

Das Genre hilft Leserinnen und Lesern deines Pitch Decks sofort zu verstehen, welche Art Erlebnis du anbietest. Es steuert Erwartungen an Ton, Struktur und Zielgruppe. Im Pitch Deck reicht oft eine einfache Angabe wie „Drama“, „Romantic Comedy“, „Crime-Serie“ oder „Mystery-Thriller“.

Zusätzlich kannst du ein Subgenre oder eine kurze Präzisierung ergänzen, etwa „Coming-of-Age-Drama“, „übernatürlicher Thriller“ oder „dystopische Science-Fiction“. Diese Konkretisierung erleichtert es Produzenten und Redaktionen, dein Projekt in ihr Portfolio einzuordnen. Achte darauf, dass Genre und Logline dieselbe Art von Geschichte versprechen. Wenn du „Komödie“ angibst, die Logline aber nur von Verlust und Trauma erzählt, entsteht ein Bruch.

In einem Pitch Deck ist die Genre-Information meist kompakt in einem kleinen Block bei den Projektinfos platziert, etwa neben Titel, Format und Länge. Bei Serien kann es sinnvoll sein, zusätzlich den seriellen Modus zu benennen, zum Beispiel „Procedural“, „Serial“ oder „Anthology“, sofern dies für die Auswertung wichtig ist.

Genre-Regel: Genre und Subgenre müssen zur Logline, zum Ton und zur angestrebten Zielgruppe passen und sollten klar benennbar sein.

Format

Das Format verortet dein Projekt in der Produktionsrealität. Es beantwortet die Fragen: Ist es ein Spielfilm oder eine Serie? Wie lang ist eine Episode oder der Film? Wie viele Episoden planst du für eine Staffel? All diese Angaben sind im Pitch Deck essenziell, damit Leser den Umfang und die Produktionskategorie einschätzen können.

Typische Formatangaben bei Filmen kombinieren Art und ungefähre Laufzeit, etwa „Spielfilm, ca. 100 Minuten“ oder „TV-Movie, 90 Minuten“. Bei Serien wird in der Regel das Episodenformat und die Staffelstruktur genannt, zum Beispiel „Serienformat, 8 x 45 Minuten“ oder „Halbstündige Comedyserie, 10 x 30 Minuten“. Auch Hybridmodelle wie „Limited Series, 6 x 60 Minuten“ solltest du klar so benennen.

Neben Umfang und Episodenlänge kann im Pitch Deck, je nach Zielmarkt, das primäre Auswertungsumfeld angedeutet werden, etwa „Streaming-Serie“ oder „Primetime-Drama“. Übertreibe diese Spezifizierung jedoch nicht, wenn du die genauen Vertriebskanäle noch nicht kennst. Wichtig ist vor allem, dass Format- und Genreangaben zusammen ein stimmiges Bild ergeben und in übliche Programmschemata passen.

Format-Regel: Formatinfos nennen Art des Projekts, ungefähre Laufzeit und bei Serien die Episoden- und Staffelstruktur in klaren, branchenüblichen Begriffen.

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